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Mein Selbst (ist) bewusst Sein (eigen)

 

Neben dem Quiz „Jesus-Großer-Preis“ für den Einstieg (erstellt von Martin Weber) hat uns Stefan Kuhn, gesamtverantwortlich für die Api-jugend, sein Thema als Stundenentwurf ausgearbeitet:

„Mein Selbst (ist) bewusst Sein (eigen)!“

Beide Arbeitsmaterialen findest du unten auch als pdf-Datei.

 

 

 

Mein Selbstbewusstsein

1. Korinther 15, 1-11

 
1.     Zum Text

Das Evangelium steht am Anfang und am Ende unseres Abschnitts (V1 und V11). Dazwischen erinnert Paulus die Gemeinde in Korinth an das, was sie durch ihn und andere von Jesus gehört haben. Ganz eindringlich nimmt er dabei Bezug auf die Auferstehung Jesu - er führt Zeuge um Zeuge an - es scheint mir wie eine Beweisführung des Paulus: Ja, Jesus lebt, er ist auferstanden und er hat die Macht, Menschen zu rufen und zu verändern. Er selbst, Paulus hat das am eigenen Leibe erlebt: Aus dem Verfolger der Gemeinde wird ein Botschafter der Gnade, ein leidenschaftlicher Streiter für den Glauben mit neuem Selbstbewusstsein.

2.     Zielgedanken

Von Paulus ermutigt, sollen auch wir uns in die Kette einreihen im Festhalten am Kern des Evangeliums und es so weitersagen, wie wir es gehört und erlebt haben. Ziel ist außerdem, dass die Teilnehmer ein neues Selbstbewusstsein erhalten, das - wie Paulus – sich seiner eigenen Mutlosigkeit und Schuld bewusst ist, aber gleichzeitig auch um seine Kraft und Vollmacht durch Jesus weiß – für jeden Teilnehmer soll klar sein: mein Selbstbewusstsein - mein Selbst (ist) bewusst Sein (eigen), d.h. ich gehöre IHM: Jesus! Das soll spürbar werden für alle Menschen um uns herum.

 

 3.     Bausteine zur Gestaltung

3.1 Einstieg

Was ist der Kern des Evangeliums?

Die Teilnehmer sollen versuchen, gemeinsam in einem Satz das Evangelium von Jesus aufzuschreiben, so dass ein Freund, der keine Ahnung von Jesus hat, dennoch das Wesentliche weiß.

 
3.2 Textarbeit

Jetzt kann der Text gelesen werden – mit Hinweis auf den von Paulus in Vers 3+4 formulierten Kernvers.

Entweder in Gruppen oder gemeinsam können nun folgende Fragen zum Text bearbeitet werden.

-        Es fehlen heute die Zeitzeugen. Welchen „Beweis“ haben wir?

-        Findest du die Aussage von Paulus aus V. 9+10 überzogen oder sogar überheblich?

-        Könnten diese Verse 9+10 auch von dir stammen? Warum oder warum nicht?

-        Worin ist Paulus ein Vorbild für dich?

 
3.3 Impuls

Halte fest an den Kernaussagen des Evangeliums. Daran kannst du auch die verschiedenen Meinungen über Jesus prüfen.

Der heutige „Beweis“ für Jesu Auferstehung bist du, weil Jesus in dir lebt und der Lebendige ist
-> er schafft das Alte weg und dafür Neues, er schafft Veränderung, er schafft einen neuen Charakter von innen nach außen. Ist das spürbar für andere? Sagst du es weiter?

 
3.4  Wortspiel: mein Selbstbewusstsein – mein Selbst (ist) bewusst Sein (eigen)

Dazu liegen die drei Worte selbst-bewusst-sein auf drei Plakaten eng aneinander in der Mitte des Raumes. Nun können die Teilnehmer sich Gedanken machen über ihr Selbstbewusstsein im Vergleich zu dem des Paulus aus diesem Text. 

Auffällig ist, dass Paulus einerseits sich ganz klar seiner Schwachheit und Schuld bewusst ist.

Er weiß, dass er Jesus braucht – wissen wir es auch?

 

Andererseits versteckt sich Paulus nicht und redet auch nicht zu klein von sich sondern weißt auf den hin, der das alles in ihm bewirkt hat: Aus Gottes Gnade bin ich was ich bin (V. 10) – das gilt auch für uns, wenn wir mit Jesus unterwegs sind, sein Geschenk der Vergebung angenommen haben. Wie reden wir über uns? Gerade als Christen dürfen wir fröhlich und selbstbewusst von uns denken und reden, weil wir wissen, dass wir durch Jesus seine Kraft und Vollmacht haben. Er beschenkt uns mit neuem Leben und seinen Gaben, die er in / durch uns zur Entfaltung bringen will.

 

Jetzt können die Plakate etwas auseinander gezogen werden:

Für Paulus war klar: mein Selbst-bewusst-Sein - mein Selbst (ist) bewusst Sein (eigen), d.h. mit allem was ich bin gehöre ich IHM, gehöre ich Jesus! In Galater 2,20 sagt Paulus: Nun aber lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Das hatte Konsequenzen für Paulus. Diese Gnade war nicht „vergeblich“.

Und du darfst auch deine eigenen Bemühungen aufgeben und neu Jesus in dir den Raum und die Autorität geben, in dir und durch dich zu wirken.

 

 4.     Schluss

 

 Für den Schluss habe ich noch ein treffendes Beispiel und Zitat aus dem Buch „Christus in Euch – Dynamik des Lebens“ von W. Ian Thomas, dem Gründer der Fackelträger, gefunden (S. 13):

 

Welch ein Narr würde sich ein Auto mit einem viele PS starken Motor kaufen und es dann schieben wollen? Würde er nicht vor Erschöpfung bald aufgeben und versuchen, den Wagen so schnell wie möglich loszuwerden? So töricht das Bild aussieht, es ist das Bild vieler Christen. Als Gott dich durch das kostbare Blut seines Sohnes erkaufte, schenkte er dir auch einen starken Motor – nämlich nichts geringeres als das Auferstehungsleben seines Sohnes. Darum hör auf, mit eigener Kraft zu schieben! Überlass alle Ereignisse, die sich vor dir auftürmen, jede Lage, in der du lebst, die Gelegenheiten, die sich dir bieten, die Versuchungen, die sich dir nahen, und die Verzagtheit, wenn sie dich auch noch so sehr niederdrückt, der göttlichen Kraft und Vollmacht, die dir in Christus in unausschöpflichem Maß zur Verfügung stehen. Mit welch unerschütterlichem Vertrauen kannst du der Zukunft entgegensehen, wenn du deine Eigenbemühungen endlich zu Grabe trägst und als erlöster Sünder das in Anspruch nimmst, was Gott dir in seinem auferstandenen Sohn geschenkt hat.

 

„In Christus“ sein bedeutet Erlösung – aber „Christus in dir“ bedeutet Heiligung.

„In Christus“ sein bedeutet zubereitet sein für den Himmel – aber „Christus in dir“ bedeutet zubereitet sein für die Erde.

„In Christus“ sein bedeutet eine neue Zukunft – aber „Christus in dir“ bedeutet eine neue Gegenwart.

„In Christus“ sein macht den Himmel zu deiner Heimat – aber „Christus in dir“ macht die Erde zur Werkstatt Gottes.