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Tod – und was dann? (Lk 16, 19-31)

Pfr. Michael Schaan

(Predigt von Michael Schaan, Pfarrer in Öschelbronn bei Pforzheim, www.eki-oeschelbronn.de - Heimatgemeinde von Jochen Baral)

 

 

 

Das Härteste am Tod ist ja, dass er unausweichlich alle trifft. Niemand kann ihm von der Schippe springen.

Auf manchen alten Kirchenuhren steht noch zu lesen: "Una ex iis tua erit" ‑ eine von diesen wird deine sein. D.h. eine von diesen Stunden wird deine letzte sein. Das war als dauernde Mahnung gedacht. Genauso wie es Mönche gab, die sich mit den Worten grüßten: „Memento mori“ – denke an den Tod!

Alle Menschen wissen, dass sie sterben müssen. Und fast alle ahnen, dass es mit dem Tod nicht aus ist. Irgendwas bleibt, irgendwas kommt, irgendwas geschieht danach.

In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es noch nie eine Kultur, eine Religion, eine Zeit ohne einen Glauben an ein Weiterleben nach dem Tod.

- Ägypter: Haben ihren verstorbenen Pharaonen Proviant und wertvolle Schätze in die Pyramiden gelegt, damit es ihnen im Totenreich an nichts fehlen sollte.

- Wikinger: Legten die Toten auf ein Schiff und ließen dieses aufs Meer hinaussegeln – und so die Reise nach drüben antreten.

- Indianer: ewige Jagdgründe

- Islam: Paradies – Art Schlaraffenland. Dort gibts schöne Frauen. Man kann Wein trinken, ohne betrunken zu werden.

- Buddhismus: Nach dem Tod kommt man wieder in anderer Form auf die Welt. Dieses Rad der Wiedergeburten dreht sich solange bis man irgendwann das Nirwana erreicht hat.

Die einzige Ausnahme bildet die Schar der Atheisten. Aber im Vergleich zur gesamten Menschheit ist das nur eine Minderheit.

Ansonsten hat gerade in unserer Zeit der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod Hochkonjunktur.

Die bekannteste Masche ist die Rede vom „schönen Tod“. Neben Dr. Raymond Moody wurde bei uns vor allem die Schweizer Sterbeforscherin Elisabeth Kübler‑Ross bekannt.

In ihren Büchern erzählt sie von Menschen, die klinisch tot waren und in dieser Phase bestimmte Erlebnisse gemacht haben. Die meisten Berichte laufen nach dem gleichen Schema ab. Ich lese Ihnen mal eins vor:

"Ich fand mich im Dunkeln, im Innern eines spiralförmigen Tunnels. Weit am Ende des Tunnels sah ich ein helles Licht. Da begann jemand zur mir zu sprechen. Er begann, mir den Sinn des Lebens zu erklären. Ich wußte nun alles, und durch

die Kenntnisse wurde mir unbeschreiblich leicht zumute. Denn sie erfüllten mich mit Frieden und Glück."

Solche Aussagen werden dann als Beweis genommen, dass der Tod etwas Schönes, etwas Harmonisches ist. Dass es nach dem Tod kein Gericht und schon gar keine Hölle gibt, sondern Licht und schöne Musik.        Dazu möchte ich dreierlei sagen:

1. Ich bestreite nicht, dass es diese Sterbe-Erfahrungen wirklich gibt. Allerdings haben Neurobiologen und Mediziner herausgefunden, dass in einem lebensbedrohlichen Zustand bestimmte körperliche Substanzen vermehrt ausgeschüttet werden. Und dies kann zu Halluzinationen führen. Außerdem ist es gelungen, ähnliche Erfahrungen wie die der klinisch Toten durch elektrische Stimulierung des Gehirns oder Drogen herbei zu führen.

Eine dieser psychedelischen Substanzen ist Ketamin. Bei hoher Dosierung kommt es zu einem vollständigen Lösen von Körper und Umwelt, bzw. verschmelzen damit. Ferner kann der Konsument das Gefühl der Schwerelosigkeit haben, oder zu schweben. Oft treten Halluzinationen mit fantastischen Farben und Formen auf. Bei geschlossenen Augen kommt es häufig zu lebhaften Traumbildern. Alptraumartige Szenen sind möglich genauso wie Nahtodes-Erlebnisse und Tunnelvisionen.

2. Neben den Berichten vom schönen Tod gibt es auch ganz andere: gar nicht schön und harmonisch, sondern beängstigend und schrecklich. Der amerikanische Herzspezialist

Dr. Rawlings schreibt in einer Studie: „Neuere Interviews mit Patienten, die aus dem klinischen Tod zurückkehrten und den Sprung in ein anderes Leben empfunden haben, ergaben, dass die positiven und negativen Berichte etwa in gleicher Anzahl vorzuweisen sind.“

3. Vor allem aber bestreite ich, dass es sich bei den Sterbeberichten um Erlebnisse im Jenseits handelt. Endgültig tot ist ein Mensch, wenn er nicht mehr reanimiert, also wiederbelebt werden kann. Wer aber solche Erlebnisse vom Lichttunnel erzählt, ist ein Wiederbelebter. Der war also nicht endgültig im Totenreich, sondern in einem Art Zwischenzustand. (Schleuse) – vgl. auch Gospels: „über den Jordan gehen“.

Deshalb ist es auch richtiger von Nahtod-Erfahrungen zu sprechen.

 

Die Frage bleibt: Tod – und was kommt dann? Wir haben vorhin einen Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium gehört. Darin geht es um Erfahrungen nach dem Tod. Mit dieser Geschichte lässt Jesus uns einen kurzen Blick ins sogenannte Jenseits werfen. Aber nicht um unsere Neugier zu befriedigen, sondern um uns auf das Leben nach dem Tod vorzubereiten.

 

Flughafen Moskau. Ein Jude möchte auswandern. Der Soldat fragt ihn, warum er nach Israel ausreisen will. "Will Hebräisch lernen." – „Weshalb willst du Hebräisch lernen?“ – „Na ja, weil im Himmel doch Hebräisch gesprochen wird.“ Darauf der Soldat: „Und was machst du, wenn du gar nicht in den Himmel, sondern in die Hölle kommst?“ – „Macht nix. Russisch kann ich schon.“

Ein frommer Mensch stirbt und kommt in den Himmel. Petrus begrüßt ihn und sagt ihm, wann Essenszeiten sind. Am ersten Tag gibt es morgens Haferbrei, mittags Haferbrei und abends Haferbrei. Als das die nächsten Tage nicht anders wird, fasst sich der Mann ein Herz, geht zu Petrus und sagt: "Ich möchte wirklich nicht undankbar sein, aber als ich letztens einen Blick runter in die Hölle werfen konnte, habe ich gesehen, dass es dort täglich wechselnde Gerichte gibt. Und bei uns gibt’s morgens Haferbrei, mittags Haferbrei und abends auch Haferbrei! Das ist doch nicht fair!“ Da antwortet Petrus: „Ja meinst du, ich koch extra für uns zwei?!"

 

Es gibt einen Haufen Witze über Himmel und Hölle, aber mit den Witzen ist es in dem Moment vorbei, wo es um die Frage geht: Wohin gehe ich? Es ist ja mit dem Tod nicht alles aus. Im Gegenteil. Dann geht es erst richtig los. Nach dem Leben kommt die Ewigkeit. Und die dringendste Frage ist: wo werden wir die Ewigkeit zubringen?

Jesus erzählt von zwei Männern. Der eine hieß Lazarus, vom anderen wissen wir nur, dass er ein reicher Mann war. Beide sterben. Lazarus kommt an einen Ort, wo seine Leiden zu Ende sind. Der reiche Mann landet dagegen an einem Ort, wo er Qualen leidet.

Bitte beachten: Auch wenn wir hier etwas über Abrahams Schoß und über Qualen im Feuer erfahren, sind solche Einzelheiten doch völlig unwichtig, weil sie weiter nichts als Bilder und Vergleiche sind. Von allem, was jenseits der Todesgrenze liegt, kann Jesus nur in Bildern und Vergleichen sprechen. Wichtig ist nur, dass wir verstehen, was mit diesen Bildern gemeint ist. Zweierlei soll hier mit ihnen gesagt werden:

1. Nach dem Tode kommt die große Scheidung der Menschen in zwei Gruppen. Zwar sagt das Sprichwort: „Ob arm, ob reich, im Tod sind alle gleich“, aber die Bibel sagt das nicht. Der Tod macht die Menschen überhaupt nicht gleich, sondern nach dem Tod werden sie gerade in einer Weise getrennt, wie sie radikaler überhaupt nicht denkbar ist, nämlich in die, die bei Gott sind, und die, die nicht bei Gott sind. Die einen dürfen in der Nähe Gottes sein - das bedeutet das Bild von Abrahams Schoß. Die andern müssen ihm fern sein - das bedeutet das Bild vom Feuer.

Die Hölle besteht nicht darin, dass jemand auf einem Grill geröstet wird, sondern dass jemand fern von Gott sein muss - und diese Ferne bewusst erlebt. Wie ein Verdurstender in der Wüste, der eine Quelle sieht, aber nicht zu ihr hin kann. An anderer Stelle (2. Thess. 1,8-9) beschreibt die Bibel den Zustand der Gottesferne so: „Jesus wird kommen, ...Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen wollen, und an denen, die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus, die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, fern von dem Angesicht des Herrn und von seiner herrlichen Macht.“

In der Hölle wird es keine Atheisten geben, die dort ihr Glaubensbekenntnis aufsagen, das heißt: Es gibt keinen Gott. Dort wird es nur welche geben, die zugeben müssen, dass es Gott gibt, dass Gott da ist und dass sie selber das Falsche geglaubt haben. Gott sehen müssen, seinen Irrtum einsehen müssen und es nicht mehr ändern können - das ist die Hölle.

2. Das Hölllische an der Hölle ist, dass sie zwar einen Eingang, aber keinen Ausgang hat. Es gibt keine Möglichkeit, von der einen Gruppe in die andere über zu wechseln. Zwischen beiden liegt eine unüberbrückbare Kluft. Es gibt keine Möglichkeit, nach dem Tod noch ins Lager der Frommen zu kommen. Wer darauf spekuliert, dass der liebe Gott am Schluß recht lieb sein und keinen fortschicken wird, der täuscht sich. Davon sagt die Bibel nichts. Und gerade in unserer Geschichte sagt sie uns, dass uns der Tod unwiderruflich auf das Ergebnis unseres Lebens festnagelt.

Der berühmte Theologe Karl Barth hat einmal sinngemäß gesagt: Das Gericht Gottes besteht darin, dass wir unsere Wege zu Ende gehen müssen.

Nach dem Tod gibt es keine Möglichkeit der Entscheidung mehr, keine Korrektur, keine Zwischenlösung, kein Fege- oder Reinigungsfeuer, sondern nur hü oder hott.

Was bis zum Tod nicht erledigt ist, kann nicht mehr nachgeholt werden. Wenn unsere Zeit hier abgelaufen ist, läuft nichts mehr.

 

„Ja wo bleibt denn da die Liebe Gottes?" fragen Sie vielleicht.

Gottes Liebe besteht darin, dass er uns vorher sagt, was auf uns zukommt, und uns über unseren Zustand und unsere Chancen informiert.

Gott lässt uns nicht einfach laufen, sondern er lässt uns rufen, ein Leben lang, immer wieder, heute beispielsweise durch diesen Gottesdienst. Gott stellt sich an unseren Lebensweg und ruft uns runter vom falschen Weg. Es lässt ihm einfach keine Ruhe, dass ein Mensch ins Unglück rennt.

Und vor allem besteht Gottes Liebe darin, dass er seinen Sohn am Kreuz sterben lässt,

an unserer Stelle, für unsere Sünden. Wissen Sie, warum Jesus am Kreuz hängt? Weil wir Schuld haben vor Gott. Und einer muss die Schulden bezahlen. Entweder wir müssen sie eine Ewigkeit lang abstottern in der Hölle, oder wir nehmen im Glauben an, dass Jesus für sie am Kreuz bezahlt hat.

Was wollen wir mehr? Mehr, als dass einer mit seinem Leben für uns bezahlt, mehr an Liebe gibt es nicht. Ein Leben lang zeigt uns Gott seine Liebe am Kreuz.

 

Ich weiß natürlich, dass es viele gibt, die sagen: „So ein Blödsinn. Das ist doch wohl nicht euer Ernst! Wir leben schließlich nicht mehr im Mittelalter! Die Hölle war nur ein Mittel, um den Leuten Angst einzujagen und sie in die Arme der Kirche zu treiben. Mit uns aufgeklärten Menschen kann man das nicht mehr machen. Und schließlich sagen sogar viele Theologieprofessoren: Es wird schon nicht so schlimm werden.“

Leute, die so argumentieren, gibt's in Massen, und in unserer Geschichte treten sie bezeichnenderweise auch gleich zu mehreren auf: Da ist der reiche Mann und seine fünf Brüder. Die sagen: „Da müsste schon mal einer von den Toten zurück kommen und uns einen Livebericht über Himmel und Hölle liefern - dann würden wir das ja glauben..“.

Wie wir aus unserer Geschichte bereits wissen, warteten diese Leute vergeblich auf einen himmlischen Berichterstatter oder rasenden Reporter aus der Hölle.

Auch durch die Berichte klinisch Toter erfahren wir nicht mehr über das Leben nach dem Tod. Wir haben nichts weiter als Mose und die Propheten. Das war damals ein feststehender Ausdruck für die heilige Schrift. Das heißt: Wir haben die Bibel. Das ist unsere einzige und zugleich die beste Informationsquelle. Die Bibel gibt zwar keine detaillierte Vorschau über das, was nach dem Tod kommt, ganz. Aber sie sagt ganz klar:

„Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebr. 9,27). Was der Mensch sät, wird er ernten, deshalb kommt alles darauf an, dass wir unser Leben jetzt richtig führen. Das ist der Grund, warum Jesus diese Geschichte überhaupt erzählt. Er will damit unsere Augen auf die Gegenwart lenken. Er will uns nicht die Hölle heiß machen, sondern die Gegenwart wichtig machen.

Denn was Gott mit uns nach unserem Tod macht, hängt davon ab, was wir vor unserem Tod mit unserem Leben machen.

Ein Leben lang hat der reiche Mann auf alle andern von oben runtergesehen. Als er tot ist und sich die Radieschen von unten betrachtet, sieht er zum ersten Mal nach oben: „Als er aufblickte, sah er hoch oben Abraham und Lazarus in seinem Schoß.“ Aber da ist es zu spät!

Ein Leben lang hat der reiche Mann nicht gebetet. Als er gestorben ist, betet er: „Vater Abraham...“ Aber da ist es zu spät.

Ein Leben lang hat der reiche Mann kein Erbarmen gekannt. Als er tot ist, verlangt er Erbarmen für sich. Und er rief laut: „Hab Erbarmen mit mir“. Aber da ist es zu spät

Ein Leben lang hat der reiche Mann für den armen Lazarus keinen Finger krumm gemacht. Als er tot ist, verlangt er: „Schick mir doch Lazarus! Er soll seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und meine Zunge ein wenig kühlen, denn das Feuer hier brennt entsetzlich.“ Aber da ist es zu spät.

Ein Leben lang hat der reiche Mann nur an sich selbst gedacht. Als er tot ist, fallen ihm seine fünf Brüder ein. „Ich habe noch fünf Brüder, sende Lazarus zu ihnen. Er soll sie warnen." Aber da ist es zu spät.

Er hätte es wissen können, denn er hatte die Bibel. Aber die hat er nicht gelesen, die hat er nicht Ernst genommen, der hat er nicht geglaubt.

Als der reiche Mann starb, gab es ein wundervolles Begräbnis: der ganze Friedhof voll von Menschen. Das war das letzte, was er sich von seinem Geld leisten konnte: ein teures Begräbnis. Der Sarg teuer, die Kränze teuer. Die Grabrede beteuernd: "Wir haben einen guten Menschen verloren." So lautete das Urteil der Leute.

Das Urteil Gottes lautete ganz anders: Auf ewig verloren.

 

Ganz anders bei Lazarus. Er starb in Frieden, und er ruht in Frieden. Als sie ihn in einem Leichensack sang- und klanglos wie einen Hund verscharrten, war außer den Totengräbern kein Mensch auf dem Friedhof. Aber Gottes Engel waren da und die trugen ihn in Abrahams Schoß, in die Herrlichkeit Gottes.

Was wissen wir über diese Herrlichkeit Gottes? Ein Sprachphilosoph sagte mal: „Die Grenzen meiner Sprache, sind die Grenzen meiner Welt.“

D.h. wir können uns nur das vorstellen, was wir in Worte fassen können.  

Wir haben es aber beim Himmel mit einer Welt zu tun, die jenseits unsrer Erfahrung und Sprache liegt. Wer einen Blick in den Himmel wirft, müsste neue Worte, neue Begriffe, ja eine neue Sprache erfinden, damit er das Unvorstellbare ausdrücken kann. Das hat nur den Nachteil: Es würde niemand verstehen. Wenn in der Bibel stehen würde: „Freut euch auf Lumbandiki in Quandomania“ – das würde niemanden etwas sagen. Man kann sich nicht auf Unbekanntes, Abstraktes oder Unvorstellbares freuen. Deshalb kann die Bibel über den Himmel nicht anders als in Bildern reden, damit wir wenigstens einen Teil seiner Wirklichkeit begreifen.

Und was sagen sie uns über die zukünftige Welt Gottes?

 

1. Jeder hat sein Zuhause. Wir haben Wohnungen. Jesus sagt: „Im Hause meines Vater gibt es viele Wohnungen..Und wenn alles bereit ist, werde ich wiederkommen und euch zu mir holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin.“ (Jh. 14, 2.4)
2. Jeder behält seine Persönlichkeit bei, auch seine Erinnerung an das, was war. Wir werden einander sehen und erkennen.
3. Das einzige, was sich ändern wird, ist unser Körper. Paulus schreibt: „Als Christen werden wir wie Christus einen himmlischen Leib haben.“ (1. Kor. 15,48)

Wir werden einen „Auferstehungsleib“ haben, der auch die Fähigkeiten besitzt, die Jesus nach seiner Auferstehung hatte. Und dieser Körper wird nicht mehr anfällig sein für Krankheiten.

4. Wir werden nicht altern. Die Zeit ist aufgehoben.
5. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird das Leben in Gottes neuer Welt beschrieben: Es herrscht tiefe Freude und herzliche Liebe. Keiner wird auf den anderen neidisch sein oder ein schlechtes Wort denken.

6. Wir werden ohne Sorgen und Särge, ohne Not und Tod, ohne Krankheit und Krieg und Tränen leben.
7. Höhepunkt: Wir werden Gott sehen von Angesicht zu Angesicht. Er selbst wird unsere Tränen trocknen. Wir werden Jesus die Hände schütteln und ihm danken, dass er alles für uns getan hat. Und wir werden Gott loben und anbeten.

 

Vielen Menschen erscheint das alles unwirklich. Viele wollen das nicht wahrhaben. Aber spätestens die Todesstunde wird es an den Tag bringen. Und dann stellt sich die Frage: wo werden Sie Ihre Ewigkeit zu bringen? In Gottes neuer Welt oder auf ewig von Gott getrennt? Die Entscheidung liegt bei jedem von uns.

Jesus hat einmal gesagt: „Wer an den Sohn (= Jesus) glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“ (Joh 3,36)

Und an einer anderen Stelle sagt er: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Joh 5,24)

Solange wir leben, lädt uns Jesus Christus zur Umkehr ein. Er will, dass wir den Weg ohne Gott verlassen und uns ganz auf ihn einlassen. Wer das tun will, kann jetzt in seinem Herzen mit Jesus reden.

Und diese Entscheidung zum Ausdruck bringen, indem er dem nächsten Lied ein Teelicht entzündet und auf das Kreuz stellt – als Zeichen – Jesus soll mein Licht sein, im Leben und im Sterben.

Amen.