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Api-Jugend-Umfrage: Tod & Ewigkeit

Wie gehen junge Menschen mit dem Tod, der Endlichkeit um?

 

Folgende Zeilen enthalten eine kleine Sammlung von Statements einiger Jugendlicher aus unsern Api-Kreisen: befragt wurden ca. 50 Teenies, Jugendliche und Junge Erwachsene im Alter von ca. 13 – 22 Jahren.

Die Umfrage wurde als Einstieg in einen Themenabend „Sinn des Lebens – Tod – Ewigkeit“ gewählt, um auf das Thema gedanklich einzustimmen.

 

Interessant ist, dass sich etliche Jugendliche bereits mit diesem Thema auseinandergesetzt hatten, da in der Gemeinde, aus dem Freundeskreis oder sogar aus der eigenen Familie / Verwandtschaft jemand plötzlich verstorben war. Jedoch wird dieses Thema grundsätzlich – laut Aussagen der Befragten - gemieden bzw. nur auf speziellen Wunsch thematisiert.

Hier einige Beispiele:

- Der Gedanke an den Tod macht Angst und somit geht man diesem Thema eher aus dem Weg.

- Besonders Angst habe ich vor einem qualvollen Sterben. Ebenso weiß man ja nicht, was einen danach erwartet.

- Das Thema wird oft verdrängt, weil man ja eh erst stirbt, wenn man „alt“ ist. Wenn dann jüngere Menschen sterben, ist man oft entsetzt.

- Die Jugend genießt ihr Leben. Der Tod wird verdrängt, denn man denkt meist an schönere Sachen als an den Tod.

- Man denkt über den Tod nach, aber man redet nicht so viel darüber.

- Für die Hinterbliebenen ist der Tod meistens am schlimmsten.

- Der Tod beendet alles, für was man gearbeitet und aufgebaut hat.

 

Einige Gefühle, Gedanken, Hilfen, die die Jugendlichen in ihrem persönlichen Umgang mit dem Tod erwähnten, möchte ich nennen:

- Um mit diesem Thema umgehen zu können, ist es eine Hilfe, richtig zu glauben und die Gebote zu achten. Eine Frage beschäftigt mich: Kommen auch Selbstmörder in den Himmel?

- Es hilft, wenn man mit einem anderen Menschen/Bekannten darüber redet.

- Man ist traurig und möchte den Verstorbenen wieder haben.

- Der Tod hat auch als Christ einen schlimmen Beigeschmack, aber dann ist man richtig bei Gott.

- Es ist wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen, dass der Tod jeder Zeit möglich ist.

- Ich mache mir eher über die Ewigkeit als über die Endlichkeit Gedanken, z.B. wie es im Himmel oder in der Hölle sein wird. Aber auch wie mein Tod sein wird. Ich möchte z.B. nicht ersticken oder verbluten.

 

Mich hat positiv erstaunt, dass für mehr als die Hälfte (ca. 60%) klar ist, dass mit dem Tod noch nicht alles aus ist und man als Christ hier eine Perspektive hat.

- Man muss vor dem Tod keine Angst haben, weil man als Christ in den Himmel kommt.

- Als Christ geht man beruhigter mit diesem Thema um, weil man sich schon öfters damit beschäftigt hat.

- Wenn ich an den Tod denke, denke ich an Angst, Erlösung, Trauer und an einen endgültigen Platz.

- Durch Jesus ist die Ewigkeit möglich, aber sie ist unvorstellbar.

- Wir sind gespannt auf das „neue Jerusalem“.

- Ich habe keine Angst vor dem Tod, da ich mir eines besseren Lebens nach dem Tod und der Gemeinschaft mit Jesus gewiss sein darf.

- Der Tod gehört zum Leben und ist eine Türe/Übergang zur himmlischen Heimat. Das Leben ist „nur“ eine Zwischenzeit.

- Wenn ein Mensch stirbt, ist die Trauer da. Aber auch die Freude, da man weiß, dass man diese Person in der Ewigkeit sehen wird und dann ein schönes Leben hat.

- Der Tod ist das Ende des „sündigen“ Lebens auf der Erde.

- Tot ist man nur einmal, dann das ewige Leben, wobei dieses schon auf der Erde beginnt.

 

Diese Gedanken machen Mut zu einer grundsätzlichen Thematisierung des Themas in der Teenie- und Jugendarbeit. Auf jeden Fall habe ich in den Gesprächen erfahren, dass viele sich bereits mit diesem sehr wichtigen und doch „angsterregenden“ Thema auseinandergesetzt haben. Wie schön, wenn wir da als Christen eine Perspektive auf die herrliche Zukunft bei Jesus aufzeigen können.