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Get free – Auf Gott vertrauen!

 

Wie passt das zusammen? Wie kann man frei sein und sich an jemanden binden? Wie kann man mit Gott leben und trotzdem eigene Entscheidungen fällen? Widerspricht sich diese Aussage nicht?

 

 

Freiheit heißt doch, seine Unabhängigkeit zu genießen und nicht in der Abhängigkeit von jemanden zu leben. Selbständigkeit zu praktizieren, statt Bindungen einzugehen. Den eigenen Willen auszuleben und nicht auf die Wünsche anderer zu achten. Sich auf sich selbst zu verlassen und nicht sich auf jemanden einlassen. Selbstverwirklichung statt Verpflichtung. Freiheit statt Verbindlichkeit.

 

Ist dies nicht auch in Glaubensdingen so? Wir wollen Freiheit, und Gott scheint uns einzuengen. Wir wollen Spaß, doch die Gebote bedrücken unser Leben. Wir wollen selbst entscheiden und beten doch „Dein Wille geschehe“. Wir wollen unabhängig sein, doch  die Gemeinde regelt unser Leben. Wir wollen das Leben genießen, doch der Jugendkreis legt uns Verpflichtungen auf. Wir wollen Gott vertrauen, aber sehen so wenige Auswirkungen in unserem Leben. Wir wollen mit Ihm leben, erfahren dass aber nicht als Befreiung.

Wie passt diese Aussage also zusammen?

Das Seil.

 

Zum einen ist da das Bild des Seils beim Klettern. Der hat die größte Freiheit am Berg, der mit einer Sicherung in der Verbindung zum Kletterpartner ist und auf dessen Hilfe vertrauen kann. Freiheit ohne Vertrauen und ohne Sicherungsseil ist dumm und gefährlich. Freiheit ohne Vertrauen ist lebensgefährlich. Auch die Freiheit ohne die Verbindung zu Gott ist lebensgefährlich. Nichts hält mich beim Fallen. Gott ist der Schöpfer unseres Lebens und der Erhalter. Er weiß, wie wir „ticken“, was wir können und was uns noch in dieser Welt begegnen wird. Er kennt die Kletterroute und hält unser Leben sicher in der Hand. Wenn wir uns auskoppeln spielen wir mit unserem Leben.  Wenn wir ihm aber vertrauen, kommen wir sicher „oben“ an. Und in der praktizierten Verbindung zu Gott und im Vertrauen an Seine Aufmerksamkeit dürfen wir sogar schon im Alltag wahre Freiheit erleben. Dies habe ich bei meiner ersten und einzigen Abseiltour von einem Turm erlebt. Mit großem Geschrei bin ich über das Geländer geklettert und nach dreißigminütigem gut Zureden meines Freundes und nach der Anhäufung vieler Schaulustiger, habe ich endlich losgelassen und mich dem Seil anvertraut. Kaum habe ich aber gemerkt, wie mich Seil und Gurt halten, war ich „King Louis“. Jetzt war ich frei und habe sogar die Aussicht genossen.

Die Beziehung.

 

Zum andern fällt mir eine Freundschaft ein. Ohne Vertrauen und Verpflichtungen kann ich zwar Freiheit leben, werde aber nie die tiefe Freude einer Freundschaft erleben. Meine Beziehung wäre von Egoismus und Einseitigkeit geprägt. Erst wenn ich mich auf den Freund einlasse, ihn kennen lerne, auf seine Wünsche achte und ihm vertraue, wächst meine Freundschaft und damit meine Freiheit. Denn nur wer jemanden vertraut, lässt ihn gehen. Freiheit ohne Vertrauen führt in die Isolation. Ich bin nun fast 14 Jahre verheiratet. Dass Friederike mir vertraut, zeigt sie unter anderem darin, dass sie mich immer wieder auf Einsätze gehen lässt. Dieses Vertrauen schenkt mir Freiheit. Weil sie mir vertraut und ich ihr vertrauen darf, wird Beziehung nicht zur Einengung sondern zur Freiheit. Freiheit, die man genießen kann, weil man ein Zuhause hat. Wer kein Zuhause hat, kann auch die Reise nicht genießen. Er bleibt ewig auf Wanderung, ein „einsamer Wolf“.

Vertrauen führt zu wahrer Freiheit.

 

Diese beiden Bilder zeigen mir, dass Freiheit und Vertrauen zusammen gehören. Mehr noch, sie zeigen, dass wahre Freiheit erst durch Vertrauen erwächst. Erst wo ich mich auf jemanden einlasse und in Beziehung investiere, kann ich die Selbständigkeit genießen. So ist es auch mit Gott.

 

Jesus Christus sagt in Johannes 8,31:

„Wenn ihr bleiben werdet an meinen Worten, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger

und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Wie das aussieht, an Jesu Worten zu bleiben, Wahrheit zu erkennen und wirklich frei zu sein, wollen wir auf dem LaJu erfahren. Wie man überhaupt Vertrauen in Gott gewinnt, wie man Jesus besser kennen lernen kann und in welchen Situationen das praktisch wird, sind die Themen dieser Tage.

 

Ich freue mich darauf, mit Euch Gott näher zu kommen, um wahre Freiheit zu finden.

Bis dahin, so Gott will,

 

Euer Stefan

 

Geboren 02.09.1966 (deshalb wohl auch meine Fußballaffinität)

 

Abi – Bundeswehr – Bibelschule  - Theologiestudium Tübingen  und London

 

Seit 1994 bin ich mit Friederike verheiratet.

Wir haben vier Kinder: Timm 10 Jahre, Jan 8 Jahre, Joshua 4 Jahre, Lilli 2 Jahr

 

Hobbys: Fußball, Laufen, Inliner, Fahrrad fahren, Essen gehen, Kino, Lesen

 

Lieblingsurlaubsland: Griechenland, USA

Lieblingsstädte: München, Hamburg, Edinburgh, London, Stuttgart

In Deutschland: Nordsee Urlaub

 

Lieblingsbuch (zur Zeit): „Der Schwarm“

 

Ziel im Leben: Viele Menschen zu Christus führen und retten und dann im Glauben stärken!

 

Lieblingstätigkeit im Beruf: Bibelschüler in der Bibel unterrichten und die Freude an Jesus Christus vermitteln!