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Gottes Führung in meiner Krankheit

Tumorbefund – plötzlich und unerwartet

Im März 2005 begann ich eine Therapie wegen schon länger bestehenden Schmerzen im Hüftgelenk. Die Behandlung musste jedoch abgebrochen werden, weil sich unerklärliche Blutwerte zeigten, die eine Einweisung ins Klinikum Ludwigshafen erforderlich machten. Dort sollte die Ursache herausgefunden werden.

Nach wenigen Tagen intensiver Behandlung wurde ich dort auf dringendes Anraten des Arztes operiert, ein Teil der Beckenmuskulatur wurde entfernt. Es folgten Tage bangen Wartens auf das Ergebnis: Der entfernte Tumor in der Leiste war bösartig – und leider konnte aus vorher nicht erkennbaren und operationstechnischen Gründen nicht alles restlos beseitigt werden. Eine kurzfristige Nachoperation konnte ich zum damaligen Zeitpunkt nicht vollziehen.

Die ärztliche Diagnose musste ich erst noch verarbeiten, sie war alles andere als ermutigend.

Vertrauen trotz Sorge – Gott tut Wunder

Es folgten einige Aufenthalte in einer „biologisch“ arbeitenden Klinik. In dieser Zeit wuchs in mir ein großes Vertrauen auf den lebendigen Gott, den besten „Chefarzt“ der Welt, dem ich meine Sache völlig anvertraute. – Er schenkte mir dann immer wieder innere Ruhe trotz mancher Besorgnis.

Am Jahresende brachte dann eine PET-CT im Katharinen-Hospital Stuttgart die kaum zu erwartende freudige Überraschung: Im gesamten, großzügig angelegten Untersuchungsbereich wurden keine pathologischen Tumorbefunde oder Metastasen festgestellt, was uns alle mit großer Dankbarkeit gegen Gott erfüllte. ER kann auch heute noch Wunder tun!

Am Boden zerstört: wieder KREBS – der Tumor war nachgewachsen!

Nach 6 Monaten gab es dann erneut eine ernüchternde CT: Der entfernte Tumor war – größer als vorher – nachgewachsen, also ein Rezidiv. Dazu kam noch das übereinstimmende Urteil mehrerer kompetenter Chirurgen, dass eine Operation nicht mehr – zumindest jetzt nicht – verantwortet werden kann wegen der Größe und Lage, ohne Schädigung wichtiger Organfunktionen.

Dem „Hoch“ im Vorjahr folgte ein absolutes „Tief“.  – In diesem Wechselbad der Gefühle spürte ich auch immer wieder die Kraft der Fürbitte vieler Glaubensgeschwister.

Die weiter in Angriff genommenen Behandlungskonzepte, wie Biologische Intensivtherapie in Düsseldorf, Ernährungsumstellung, 6-wöchige Strahlen- und Chemobehandlung brachten alle keinen medizinischen Erfolg.

Allerdings sind die vorher bestehenden starken täglichen Schmerzen deutlich zurückgegangen, was sich im Wesentlichen bis heute erhalten hat. Sicher ist dies auch die Folge vieler Gebete von Geschwistern und Freunden. Für dieses Eingreifen danken wir dem treuen Gott sehr. Natürlich sind die regelmäßigen Schmerzmittel immer noch erforderlich, auch dafür darf man dankbar sein.

Gehalten durch Gottes Wort – auf dem Weg in die ewige Heimat

Dass ER treu ist und mich nicht allein lässt, habe ich besonders durch die am Jahresanfang 2007 von mir gezogene Jahreslosung, Psalm 27,1 erfahren.

 

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten. Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen.“ Psalm 27,1

Um alle Zweifel auszuschließen, hat der Herr mir dasselbe Wort dann nochmals – überraschender Weise – durch einen entfernt wohnenden Freund und Glaubensbruder zusagen lassen. Er hatte für mich gebetet und ihm wurde von Gott dasselbe Wort für mich nochmals gegeben!! Zufall kann ich hier nicht gelten lassen.

Diese Zusage Gottes, sein Licht und Heil, begleiten mich nun in die vor mir liegende unbekannte Zukunft. Gott ist treu und ER macht keine Fehler.

Ich spüre, dass ER durch die Krankheit mich zubereiten will für die Ewigkeit. So weiss ich mich – trotz vieler Anfechtungen – auf dem Weg in die ewige Heimat und freu mich, meinen Erlöser Jesus Christus einmal zu sehen.

 

Manfred Kurz

Neustadt/Weinstraße

72 Jahre