Bezirk

definitiv. Jesus

Ein Brief von Fossi an die Api-Jugend. Er ist der Mann für die Message auf dem LaJu 2006!

 

Wenn man versuchen wollte, alle meine Predigten, Andachten, Bibelarbeiten und Artikel zusammenzufassen und dabei die bekannte Sparsamkeit der Schwaben auf die Masse der zu benutzenden Worte anwandte, dann würde dieser Jemand sicherlich folgendes schreiben: Der Geliebte Gottes sein. Und er läge damit keineswegs falsch. Ich bin eingeladen in die Umarmung Gottes.

"Ich bin eingeladen, aus der Umarmung Gottes zu leben."

Das ist es, was ich immer wieder mit neuen Beispielen und Geschichten sagen möchte. Ich bin eingeladen, aus der Umarmung Gottes zu leben, immer mehr zu verstehen, wie sehr ich eigentlich der Geliebte Gottes bin. Und das kann ich sein durch Jesus. Jesus ist Gott, der die Welt besucht hat, damit wir wieder in Kontakt mit ihm kommen können, damit wir wieder zurückkönnen in seine liebevolle Umarmung. Wenn das keine Gute Nachricht ist!

Jesus ist mein Herr und mein Freund. Es ist das Beste, was einem Menschen überhaupt passieren kann, wenn er oder sie Jesus als Freund kennen lernt. Ist Jesus dein Freund?

 

„Ist Jesus mein Freund oder mein geistlicher Steuereintreiber?“

Und wenn du schon fromm bist und die Frage vorschnell mit „Natürlich“ beantwortet hast, bitte ich dich, noch mal zu fragen: Ist Jesus mein Freund? Oder ist Jesus eher mein Dienst- herr? Der geistliche Steuereintreiber, dem ich die Bereiche meines Lebens übergebe, damit ich am Ende regelgerecht dastehe? Der Oberpriester, dem ich diene und bei dem ich tief im Inneren dauernd die Angst habe, dass ich nicht genug diene, dass ich nicht genug in der Heiligung lebe, dem ich dauernd beweisen muss, dass ich es wert bin, dass er für mich am Kreuz gestorben ist? Ist Jesus dein Freund? Dein wirklicher Freund? Oder eher dein Dienstherr und Arbeitgeber?

Jesus sagt (Joh 15,15): Ich nenne euch nicht mehr Knechte (und Mägde), ich nenne euch Freunde. Denn alles, was ich vom Vater im Himmel gehört habe, habe ich euch mitgeteilt. Und was war das wichtigste, das Jesus vom Vater im Himmel gehört hat? Als Jesus getauft wurde, sprach der Vater im Himmel: Du bist mein lieber Sohn. Du gefällst mir wohl. (Mk 1,11) Ich bin eingeladen als Freund von Jesus und Erbe des Königreiches Gottes, diese gute Wahrheit auch für mich in Anspruch zu nehmen.

„Wer die Erlösung verdient, bedarf keiner Erlösung.“

Jesus ist mein Freund. Er ist auch Herr, Weltenrichter und Teil der Dreieinigkeit, aber er ist auch mein Freund. Welchen Schwerpunkt siehst du in deiner Beziehung zu Jesus? Ich glaube, dass alles gleich wichtig ist, dass aber die Freundschaft zu Jesus eher bedeutungsarm geworden ist bei Christen, die die ganze Zeit schwitzend versuchen, Jesus zu beweisen, dass sie seiner Liebe und Rettung wert sind. Wir sind sie nicht wert. Keiner von uns. C.S.Lewis, der Literaturprofessor und Freund von Tolkien, sagte einmal: Wer die Erlösung verdient, bedarf keiner Erlösung. Und doch glaube ich, dass viele Fromme der Meinung sind, dass die Liebe Gottes zu ihnen jederzeit sinken oder steigen kann, je nach Grad des geheiligten Lebens und wie gut sie ihre Stille Zeit auf die Reihe kriegen. Sie glauben, Gottes Liebe ist wie der Faden im Inneren eines Thermometers. Sind sie brav, steigt das Quecksilber, sind sie nachlässig, sinkt es.

"Gottes Liebe zu dir ist eine Tatsache!"

Jesus sagt: Gottes Liebe hängt daran gar nicht. Die Liebe zu einem Kind hängt nicht an seinen Taten und Untaten, sondern an der Tatsache, dass es mein Kind ist. So ist das auch bei Gott, sagt Jesus. Deswegen sollen wir Gott auch Abba nennen, also Papi oder Vati. Weil wir Menschen irgendwo so gestrickt sind, dass wir immer wieder zurückfallen in dieses Thermometerdenken. Kennst du das von dir? Also, ich ertappe mich oft dabei.

Als ich selbst noch ein Kind war, erschien es mir fast unerträglich, dass Gott mich die ganze Zeit sehen kann. Immerwährend hatte ich den Eindruck, dass er unzufrieden mit mir ist. Und ich konnte mich anstrengen, so viel ich wollte, richtig heilig wurde ich einfach nicht.

Ich hatte dann in meiner Jugendzeit einige sehr heftige Jahre, wo einige meiner besten Freunde an Drogen gestorben sind und kam dann auf die wahnwitzige Idee, das Neue Testament zu lesen. Und da begegnete mir Jesus. Jesus mein Freund. Nicht ein dauernd grimmig dreinblickender und niemals zufriedenzustellender Dienstherr, sondern mein Freund, der sagt: Du bist eingeladen in die Umarmung Gottes. Ich dachte: wenn auch nur die Hälfte davon stimmt, wäre ich total bescheuert, das auszuschlagen. Und Jesus ist richtig phat (um doch mal einen Ausdruck aus der Jugendsprache zu verwenden). Volles Euter, würden meine Teenies in Hessen sagen. Aber ich versuche ja, mich noch zurückzuhalten, damit ihr lieben Schwaben mich nicht wieder ausladet wegen meiner Volxbibelsprache.

Sei’s drum. Jesus ist mein Freund. Jesus ist das Beste, was einem Menschen auf der ganzen Welt passieren kann. Er bringt uns in die Umarmung Gottes hinein. Und nur er. Das vermag niemand anderes. Kein Bill Gates, kein Buddha, kein Dalai Lama, kein Stefan Raab. Niemand anderes. Definitiv nur Jesus.

Deswegen, meine lieben schwäbischen Freunde, bin ich schon ganz gespannt auf das große Teenie-Event bei euch. Die Texte, zu denen ich preachen soll, stehen nämlich alle im Josuabuch. Und wie ich mich kenne, werde ich ziemlich schnell auf Jesus kommen. Verzeiht mir das bitte, aber Jesus ist einfach alles, was ich zu sagen habe. Dass ich ein Freund von ihm bin, ist das Wichtigste (und absolut coolste) in meinem ganzen Leben.

 

Hab nach meiner Bekehrung Theologie in Marburg studiert und versuche immer,
praktisch und konkret zu sein. Deswegen zwei kleine Tipps für dich, wenn du Bock hast, weiter darüber nachzudenken:

Zwei kleine Tipps für dich:
# Setz dich irgendwo hin, wo du’s gemütlich findest und entspann dich. Wenn dir dabei irgendwas hilft, mach’s. Dann schließ die Augen und stell dir das Gesicht von Jesus vor. Oder lies eine Jesus-Geschichte aus der Bibel und stell dir dann vor, wie Jesus da geschaut oder gesprochen hat (welcher Gesichtsausdruck, welcher Tonfall). Siehst du einen missmutigen, ungeduldigen, oberheiligen oder griesgrämigen Jesus? Oder siehst du einen ganz liebevollen, zärtlichen und einfühlsamen Jesus? Das funktioniert sogar dann, wenn Jesus dich (oder seine Jünger in der Bibel) zurechtweist und ermahnt!

# Wenn du merkst, dass du mehr aus der Umarmung heraus leben willst und nicht, damit du dir die Umarmung Gottes verdienst, dann erinnere dich immer wieder daran. Dafür gibt’s kleine memotechnische Tricks: Bilder am Badezimmerspiegel, Bibelverse im Geldbeutel, Jesus-Armbändchen an der Gangschaltung deines Autos, "Jesus findet dich gut" auf deinem Handy-Display usw. Versuch’s! Es wird dein Herz verändern und ist gut für den Magen, weil es entspannt (abgesehen davon ist es die Wahrheit).

Stefan "Fossi" Bäumer

Ich arbeite als Landesjugendreferent beim EC in Hessen und wenn ihr wissen wollt, was ich da so alles treibe, dann schaut euch doch mal unsere Homepage an: www.echn.de

 

 

Ich grüße euch herzlich aus Hessen und freu mich drauf, viele von euch kennen zu lernen.

 

Fossi